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Langbeschreibung:
Alles was am Ideengebäude eines Menschen neu und noch nie da gewesen zu sein scheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als von älteren Vorbildern abgekupfert, mit anderen Gedankengebäuden kombiniert und als neue Weltanschauung verkündet. Hitler war da keine Ausnahme: Praktisch nichts von dem, was er als Nationalsozialismus verkündete, und was in Wirklichkeit eigentlich ein „Hitlerismus“ war, stammt von ihm selber. Er hat praktisch nur von Karl Lueger, Georg Ritter von Schönerer und Richard Wagner zugegeben, dass sie auf seine politischen und weltanschaulichen Prinzipien Einfluss genommen hätten. Obskurere Vorläufer verschwieg er gerne. Es ist höchst interessant, zu ergründen, wie Hitler historische Strömungen in sich aufgenommen, was ihm in den Kram passte, akzeptiert und in seine Lehre eingebaut hat und Unpassendes in den Abgründen der Zensur verschwinden ließ. Ein weiterer Grund, dieses Buch zu schreiben, war für mich die Lektüre der Fachliteratur. Ihr Studium ist deswegen so mühsam und für den „normalen“ Leser so abweisend, weil der ganze wissenschaftliche Apparat mitgeschleppt werden muss. All die Fußnoten, Quellenverweise, wissenschaftlichen Anmerkungen sind natürlich im Wissenschaftsbetrieb unentbehrlich, für den Leser, der sich nur informieren, bzw. Gott bewahre! – nur mit der Lektüre unterhalten will, für den sind sie lästig und unnötig. Ich möchte ein im besten Sinn populärwissenschaftliches Buch vorlegen, ein Buch, das jeder Mensch mit durchschnittlicher Bildung lesen und verstehen kann. Die Inhalte sind möglichst klar und einfach gehalten, die weiterführende Literatur ist nach jedem Kapitel angegeben, Zitate und deren Quellen sind der leichteren Lesbarkeit wegen nicht eigens gekennzeichnet. Ich hoffe, ein Thema bearbeitet zu haben, dass bei vielen Lesern auf Interesse stößt und zur notwendigen Aufklärung über den Faschismus beiträgt.
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